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Das Thema 2010 "Geriatrie und Nephrologie" drängt sich förmlich auf. Unsere Patienten werden in immer höherem Alter als nierenkrank erkannt und gelangen später an die Dialyse (und auch zur Transplantation).
Damit ergeben sich aber nicht nur die Probleme, die die zum Nierenuntergang führende Grunderkrankung mit sich bringt oder die sich aufgrund von Begleiterkrankungen einstellen. Hinzu kommen die Probleme des Alters, das heisst Gebrechlichkeit, Multimorbidität, Hirnleistungsminderung und vieles mehr. Was sollen wir tun, was sollen wir unterlassen? Nicht nur Überleben fürs erste, sondern Leben mit Qualität rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt.
Gemäß unserem Motto „Fortbildung von uns – für uns“ ist es wieder gelungen Nephrologinnen (leider nur eine, aber wir werden uns bessern) und Nephrologen aus ganz Österreich zu den relevanten Fragen unseres Faches nach Wels zu holen, die die ihnen gestellten Fragen praxisgerecht aufbereiten werden. Eine besondere Freude ist es uns, diesmal gleich zwei höchst renommierte Gäste aus dem nicht allzu fernen Ausland für unser Seminar begeistern zu können, die für uns ein wenig „über den Tellerrand schauen“. Es ist eine große Ehre, dass Herr Prof. Ritz aus Heidelberg, zuletzt Präsident der International Society of Nephrology und Herr Prof. Wanner aus Würzburg zu uns kommen und so wie auch die Österreichischen Experten versuchen werden Antworten zu geben oder zumindest fundierte Gedanken zu den Ihnen gestellten Themen zu präsentieren.
Persönlich denke ich, dass bei unseren geriatrischen Patienten wieder vermehrt die „ärztliche Kunst“ gefragt sein wird. Das ist jene Mischung aus höchstem Fachwissen aber auch menschlicher und sozialer Kompetenz, die in der immer mehr technisierten Medizin schnell einmal zu kurz kommen kann. |